Ballaststoffe

Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsfasern, die hauptsächlich in Getreide, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst vorkommen. Trotz oder gerade wegen dieser Unverdaulichkeit sind diese Fasern sehr wertvoll für unsere Gesundheit.

Vielen dürfte bekannt sein, das Ballaststoffe eine sehr positive Wirkung auf den Darm bzw. die Darmgesundheit haben.

Der regelmäßige Verzehr von Nahrungsfasern bietet darüber hinaus einen gewissen Schutz vor sowohl Herz-Kreislauf- als auch Infektions- und Atemwegserkrankungen. Laut einer amerikanischen Studie sank das Risiko, an einer dieser Erkrankungen zu sterben, bei Frauen um 34-59%, bei Männern um 24-56%. Ballaststoffe halten z. B. den LDL-Cholesterin-Gehalt im Blut auf einem niedrigen Niveau, eine Voraussetzung für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem. Sie binden nämlich Gallensäure, die hauptsächlich aus LDL-Cholesterin besteht, und transportieren sie ab.

Eine ballaststoffreiche Ernährung lässt den Blutzuckerspiegel und damit auch den Insulinspiegel nur langsam ansteigen. Dies schont die Bauchspeicheldrüse und beugt wirksam einer Diabetes II Erkrankung vor.

Für eine gute Effektivität der zugeführten Ballaststoffe wird eine Zufuhr von mindestens 30 g pro Tag empfohlen. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt zurzeit allerdings nur bei 20-23 g täglich. Eine Bereicherung des Speiseplans mit grünen Blattgemüsen, Beeren, Ölsaaten, Nüssen, Gemüsesorten wie Sellerie, Kohl, Hülsenfrüchten und Pseudogetreidesorten wie Amaranth, Hirse und Buchweizen bringt eine deutliche Erhöhung der Ballaststoffe. Für den Anfang reicht manchmal schon die Vollkornvariante von Reis, Nudeln, Brot und Brötchen. Bei dem Verzehr von gekeimtem Getreide, Leinsaat oder Flohsamen ist auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.